Dr. rer. oec. Dieter Dohmen ist seit Mitte der 1980er Jahre als Wissenschaftler und Berater aktiv. Der Volkswirt sozialwissenschaftlicher Richtung (Universität zu Köln) promovierte an der Technischen Universität Berlin zu „Ausbildungskosten, Ausbildungsförderung und Familienlastenausgleich – eine ökonomische Analyse unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen“.
1993 gründete er das interdisziplinäre Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) in Köln, das 2006 seinen Sitz nach Berlin verlegte. 2009 wurde der Beratungszweig in die FiBS Consulting GbR ausgegründet. Als Inhaber und Direktor der Forschungs- und Beratungseinrichtung ist er mit seinem Team für Ministerien auf Bundes- und Länderebene, Unternehmen, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen, Fachverbände, die Europäische Kommission und diverse internationale Organisationen tätig.
Seine Analysen, Evaluationen, (international) vergleichenden Studien sowie auch die konkreten Modelle und Strategiekonzepte behandeln alle ökonomischen Aspekte von Bildung, Arbeitsmarkt und Innovation. Sie umfassen das gesamte Bildungssystem unter besonderer Berücksichtigung sozialer Aspekte. Berufliche Aus- und Weiterbildung sowie Hochschule und lebenslanges Lernen spielen eine zentrale Rolle.
Arbeitsschwerpunkte sind Bildungsfinanzierung, -planung und –management, insbesondere Kosten-Wirksamkeit- bzw. Kosten-Nutzen-Aspekte. Hinzu kommen Forschung und Beratung zu Bildungszugang und -qualität, demografische Entwicklungen und Schnittstellen von Bildungssystem und Arbeitsmarkt, Talent Management, technologische Leistungsfähigkeit, Bildungs-Benchmarking sowie Steuer-Transfersysteme.
Daneben ist Herr Dr. Dohmen immer wieder in Arbeitsgruppen, Kommissionen und Beiräten sowie als Lehrbeauftragter tätig. Von der Europäischen Kommission wurde er in die thematische Arbeitsgruppe „Financing Adult Learning“ berufen, deren Ziel es ist, das breite Spektrum innovativer Finanzierungsmodelle zu untersuchen. Zudem ist er Mitglied in der Arbeitsgruppe „Education & Learning“, die im Rahmen der Joint Programme Initiative (JPI) die Kommission zum demografischen Wandel berät..
Zur Zeit arbeitet Dieter Dohmen u.a. an einer übergreifenden Evaluation der Begabtenförderung des BMBF und einer Evaluation des Berliner Vorbereitungsdienstes (2. Phase der Lehrerausbildung) für die Senatsverwaltung für Bildung und Forschung des Landes Berlin. Zudem arbeitet er international an einer Studie zur Erwachsenenbildung in Unternehmen im Auftrag der EU sowie an der Optimierung des Gutscheinsystems an Hochschulen für die Weltbank und das Finanzministerium in Aserbaidschan. Kürzlich hat er zwei Studien zu den fiskalischen Renditen von Bildungsreformen zur Benachteiligtenförderung insgesamt sowie auf Bund, Länder und Kommunen im Besonderen vorgelegt.

Der demografische Wandel bietet die große Chance, allen jungen Menschen eine positive Zukunftsperspektive zu bieten. Alle jungen Menschen, die ausreichend qualifiziert sind, werden einen Ausbildungs- oder Studienplatz bekommen und anschließend eine Arbeitsstelle finden. Damit wir langfristig aber wirklich alle Potenziale heben können, sind Bildungseinrichtungen und Bildungspolitik – in Zusammenarbeit mit Eltern, Verbänden und ggf. Sozialarbeit und Jugendhilfe etc. – gefordert, aus den jungen Menschen das Bestmögliche „herauszuholen“. Aktuelle Studien zeigen, dass die damit verbundenen finanziellen Investitionen auch für die öffentlichen Haushalte, einschließlich der Sozialversicherungen mit beträchtlichen Erträgen verbunden sind und somit lohnen. Es ist allerdings zu konstatieren, dass Sozialversicherungen und Bund aufgrund der überdurchschnittlichen Erträge eigentlich das größte Interesse an entsprechenden Investitionen hätten, während die Länder – insbesondere aufgrund ihrer hohen Ausgaben – nur unterproportional profitieren.